Mittlerweile gibt es über 1 Million aktive Shopify Shops weltweit. Das kanadische Unternehmen hält damit  31 % Anteile am gesamten eCommerce Markt. Dieser Erfolg rührt vermutlich daher, dass die Plattform alles vereint und für jedes Geschäft geeignet ist. Egal ob das Startup um die Ecke oder der Großkonzern aus dem Silicon Valley – Shopify bietet für alle eine individuelle Lösung und ist immer auf dem neuesten Stand der Technik. Bei eCommerce-Neulingen ist es vor allem deswegen so beliebt, da bei Shopify jedermann, auch ohne IT-Kenntnisse, in wenigen Stunden einen Shop eröffnen kann. 

 

Wie Sie sich am besten auf die Shopify-Shop-Erstellung vorbereiten und was Sie beim Aufsetzen beachten sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

 

 

1. Das passende Theme für Ihr Unternehmen

 

Nachdem Sie die Registrierung bei Shopify erfolgreich abgeschlossen haben, müssen Sie sich für ein Theme entscheiden. Dafür haben Sie eine große Auswahl an Themes im Shopify Theme Store zur Verfügung. Mittlerweile gibt es über 70 kostenlose, die restlichen sind kostenpflichtig. 

Eine Auswahl an kostenpflichtigen Themes im Theme Store 

 

 

Bevor Sie sich blind und rein nach dem visuellen Eindruck für ein Theme entscheiden, nehmen Sie sich etwas mehr Zeit, um die unterschiedlichen Funktionen miteinander zu vergleichen. Suchen Sie außerdem nach Shops, die Ihr präferiertes Theme verwenden und überlegen Sie sich, ob das Theme zu Ihrem Unternehmen passt. 

 

Bei der Theme-Einrichtung können Sie dann Ihre CI-Farben einstellen, Logos einfügen und vieles mehr. Diese Daten sollten Sie vorab an einem Ort sammeln, damit Ihr Theme schnell eingerichtet werden kann.

 

2. Kontaktinformationen angeben

 

Egal, ob Sie ein Dienstleistungsunternehmen haben oder Ihre Produkte online verkaufen, Kontaktinformationen sind immer relevant, denn sie schaffen Vertrauen. Außerdem steigern schnell auffindbare Kontaktinformationen die Kundenzufriedenheit, auch wenn etwas mal nicht so rund gelaufen ist. Schließlich können Kunden Sie schnell und unkompliziert erreichen, entweder über ein Kontaktformular oder Ihre Mail-Adresse. 

 

Machen Sie sich vorab Gedanken, welche Kontaktadresse Sie angeben möchten. Falls Sie bis dato noch keine Mail-Adresse für Ihr Geschäft haben, wäre das der richtige Zeitpunkt, diese einzurichten.

 

3. Ausreichend Content auf unterschiedlichen Seiten

 

Ein Online-Business baut sich Schritt-für-Schritt auf, dennoch brauchen Sie auch zu Beginn genügend Fotos, Videos, Blog-Posts und Texte auf unterschiedlichen Seiten in Ihrem Onlineshop. Schaffen Sie visuelle Reize und erzählen Sie eine Geschichte, damit Kunden gerne in Ihrem Shop kaufen.

 

Hier ist eine Liste von Dingen, die Sie vorbereiten sollten, bevor Ihr Shop live geht:

  • Bilder, Videos und Produktfotos
  • Seitentexte für die Startseite, Über Uns, FAQ und Kontakt 
  • Mindestens zehn Blogtexte 

Damit haben Sie eine gute Basis für den Verkauf geschaffen. Was nun noch fehlt, sind Texte, die Sie und Ihr Unternehmen rechtlich absichern. 

 

4. Rechtstexte erstellen

 

Eine “Über Uns”-Seite ist schnell geschrieben, für die Rechtstexte sollten Sie sich hingegen etwas mehr Zeit nehmen. Besonders das Impressum und die Datenschutzerklärung sind wichtig für die Rechtssicherheit Ihres Shops. Darüber hinaus brauchen Sie eine Seite zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die Widerrufsbelehrung samt Muster-Widerrufsformular sowie Angaben zu Zahlung und Versand. 

 

Haben Sie diese Texte vorbereitet, sind Sie auf der sicheren Seite. Wir empfehlen Online-Tools, wie den Trusted Shops zu nutzen oder einen Anwalt zurate zu ziehen, der auf das Thema Rechtssicherheit im eCommerce spezialisiert ist.

 

5. Produktinformationen vorbereiten

 

Neben Produktfotos in unterschiedlichen Perspektiven brauchen Sie genügend Informationen über Ihre Produkte. Vor allem Maße, Gewicht, Materialzusammensetzung und Herkunft sind wichtig. Die Informationen sollten so detailliert wie möglich sein, so verhindern Sie Rückfragen der Kunden zu dem jeweiligen Produkt und sparen sich eine Menge Zeit. 

 

6. Mehrwertsteuern einrichten

 

Nun geht es nicht mehr um Informationen, sondern um wichtige Einstellungen in Ihrem Shop. Indem Sie die Steuer für die Länder, in denen Sie verkaufen möchten, festlegen, stellen Sie sicher, dass Ihr Kunde beim Kauf eines Produkts seine fällige Steuer zahlt. In Deutschland fällt der Steuersatz je nach Produktart unterschiedlich aus.

 

Hier finden Sie weitere Informationen darüber, wie Sie die Steuern im Backend richtig einrichten.

 

7. Mehrere Zahlungsmethoden bereitstellen

Shopify Payments bietet Ihnen eine bequeme Art, ihre Zahlungsmethoden einzurichten.

 

Sie sollten in ihrem Shopify Shop unterschiedliche Zahlungsmethoden einrichten. Wichtig ist in Deutschland die Zahlung per Lastschrift, Kreditkarte, PayPal, Kauf auf Rechnung und Sofortüberweisung. Mit Shopify Payments können Sie einige dieser Optionen direkt innerhalb von Shopify einrichten und müssen somit nicht mehrere Accounts bei den jeweiligen Anbietern anlegen.

 

8. Versand und Rückgaberichtlinien einrichten

 

Vermutlich haben Sie sich schon Gedanken über ihre Produktpreise gemacht. In dem Zuge sollten Sie auch die Versandkosten bestimmen. Sie können pauschale Preise ab einem bestimmten Einkaufswert angeben, standardisierten kostenlosen Versand oder unterschiedliche Versandkosten, die sich am Gewicht des Pakets orientieren.

Ebenfalls wichtig sind die Rückgabebedingungen. Sie müssen einstellen, wie die Rückgabe verläuft, ob der Kunde diese selbst zahlen muss oder kostenlos angeboten wird. Informationen zur Rückgabe sollten in Ihrem Onlineshop gut kommuniziert werden.

 

9. Logistik

 

Wo wir schon beim Thema Versand sind, natürlich spielt auch die Planung der Logistik eine wichtige Rolle während der Eröffnung eines Onlineshops. Schließlich soll die Ware so schnell, nachhaltig und effizient wie möglich beim Kunden ankommen. Wenn Sie nicht vorhaben von ihrem Wohnzimmer aus Pakete zu verschicken, sollten Sie sich rechtzeitig einen Logistikpartner suchen, der Ihren Ansprüchen gerecht wird. Warehousing1 hilft Ihnen genau an dieser Stelle: Geben Sie einfach Ihre Projektspezifika bekannt und die Branchenexperten finden die passende Lösung für Sie.

 

Fazit: Die richtige Vorbereitung ist das A&O

 

Halten wir also fest: Die richtige Vorbereitung ist elementar beim Aufsetzen eines Shopify-Shops. Haben Sie bereits alle Kontaktinformationen, Rechtstexte, Bilder, Produktinformationen & Co. parat, müssen diese nur noch an den richtigen Stellen im Shop eingefügt werde. Außerdem sollten Sie sich um ihre Zahlungsoptionen, Versand- und Rückgabebedingungen und die Logistik kümmern. Dies sind die zentralen Punkte, die Ihr Shopify-Shop erfüllen muss, damit dieser bald live gehen kann und dem Erfolg nichts mehr im Weg steht.

Über die Autorin

Inés Fabienne Gand ist Teil des Marketing-Teams von Eshop Guide. Texte, Social Media und Content Management sind ihre Spezialitäten. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit ihrem Sohn, Freunden & Yoga. Für persönlichen Austausch findest du sie auf LinkedIn. www.eshop-guide.de