SKU steht für „Stock Keeping Unit" und bezeichnet eine interne Artikelnummer, die ein Unternehmen einem bestimmten Produkt zuweist. Diese Nummer macht einen Artikel im Shop und im Lager eindeutig identifizierbar. Im Unterschied zu einer international standardisierten GTIN legt ein Unternehmen die eigene Struktur meist selbst fest. Dadurch lässt sich dieses System flexibel an die individuelle Sortimentsstruktur anpassen.
Abgrenzung von SKU zu GTIN und Auftragsposition
SKU unterscheidet sich von einer GTIN vor allem durch die fehlende Standardisierung. Eine GTIN gilt weltweit einheitlich für ein Produkt, während diese interne Nummer nur innerhalb des eigenen Unternehmens gültig ist. Ebenso lässt sich der Begriff von der Auftragsposition abgrenzen, die lediglich eine Zeile innerhalb einer Bestellung beschreibt. Trotzdem bestimmt sie in der Praxis meist, welcher Artikel in einer Position gemeint ist.
Wie eine SKU aufgebaut ist
Der Aufbau folgt meist einem unternehmensinternen Schema aus Buchstaben und Zahlen. Häufig codieren einzelne Stellen zusätzliche Merkmale wie Kategorie, Farbe oder Größe. Manche Unternehmen ergänzen zudem ein Präfix für den jeweiligen Lieferanten. Dadurch lässt sich ein Artikel oft schon anhand der Nummer grob einordnen.
Praktisches Beispiel für den Einsatz dieser Nummer
Ein Modehändler vergibt beispielsweise für ein T-Shirt in drei Farben und vier Größen jeweils eine eigene Nummer. Jede Variante erhält damit eine eindeutige, unterscheidbare Kennung. Im Lager lässt sich dadurch genau nachvollziehen, welche Variante noch verfügbar ist. Ohne diese Unterscheidung ließen sich Bestand und Bestellungen kaum korrekt zuordnen.
Einsatz von SKU in Lager und E-Commerce
SKU kommt vor allem im E-Commerce und in der Lagerverwaltung zum Einsatz, um Artikel eindeutig zu führen. Im Warenwirtschaftssystem dient diese Nummer als zentrale Referenz für Bestand, Preis und Verfügbarkeit. Auch bei der Kommissionierung hilft sie, den richtigen Artikel schnell zu finden. Ohne ein solches System ließe sich ein größeres Sortiment kaum effizient verwalten.
Planungsfaktoren bei diesem System
Bei der Einführung sollten Unternehmen zunächst ein klares, langfristig nutzbares Nummernschema festlegen. Ebenso wichtig ist die Abstimmung mit dem eingesetzten Warenwirtschaftssystem. Zudem spielt die Skalierbarkeit eine Rolle, damit auch ein wachsendes Sortiment abgebildet werden kann. Nicht zuletzt lohnt sich ein Blick auf die Kompatibilität mit den Systemen von Fulfillment-Partnern.
Vorteile und Grenzen von SKU
SKU ermöglicht vor allem eine eindeutige und flexible Kennzeichnung einzelner Artikel. Zudem lässt sich das Nummernschema individuell an die eigene Sortimentsstruktur anpassen. Allerdings fehlt dadurch die weltweite Standardisierung einer GTIN. Außerdem verursacht ein uneinheitliches Schema zwischen mehreren Systemen schnell Abstimmungsaufwand.
SKU als Kriterium bei der Partnerwahl
Beim Vergleich von Fulfillment-Partnern lohnt sich ein Blick darauf, wie ein Anbieter diese Artikelnummern in sein System übernimmt. Wichtig ist außerdem, wie gut sich das eigene Nummernschema mit dem Warenwirtschaftssystem des Partners verbindet. Welche Schnittstellen dafür zur Verfügung stehen, unterscheidet sich je nach Partner.
Warehousing1 unterstützt Unternehmen dabei, passende Fulfillment-Partner zu vergleichen. Das gilt auch für Anbieter mit zuverlässiger Anbindung an bestehende Artikelnummern-Systeme, je nach Partner und Anforderung. So finden Sie einen Partner, der zu Ihren Anforderungen an Bestandsführung und Kommissionierung passt.