Auftrag: Definition und Bedeutung in der Logistik und im Fulfillment

Ein Auftrag umfasst eine oder mehrere Auftragspositionen. Diese werden auch Auftragszeilen oder Orderlines genannt. Sie spiegeln die Bestellung des Auftraggebers wider. Darin enthalten sind die georderten Produkte oder Dienstleistungen in der gewünschten Menge.

Abgrenzung zu Auftragsposition und Bestellung

Eine Auftragsposition ist ein einzelner Artikel innerhalb eines Auftrags. Deshalb kann ein Auftrag aus mehreren Auftragspositionen bestehen. Der Begriff Bestellung wird oft synonym verwendet. Er meint jedoch meist den Vorgang aus Kundensicht. Der Auftrag dagegen ist die interne Einheit für die weitere Bearbeitung.

Wie ein Auftrag verarbeitet wird

Nach dem Eingang durchläuft ein Auftrag mehrere Schritte:

  1. Auftragseingang und Prüfung auf Vollständigkeit
  2. Abgleich mit dem Warenbestand
  3. Kommissionierung der einzelnen Auftragspositionen
  4. Verpackung und Vorbereitung für den Versand
  5. Versand und gegebenenfalls Rechnungsstellung

Je nach System und Partner laufen einzelne Schritte automatisch ab. Andere werden manuell ausgeführt. Die Reihenfolge bleibt dabei meist gleich.

Praktisches Beispiel

Ein Kunde bestellt beispielsweise drei Produkte in einem Online-Shop. Daraus entsteht ein Auftrag mit drei Auftragspositionen. Jede Position wird bei der Kommissionierung einzeln erfasst. Trotzdem wird der gesamte Auftrag meist gemeinsam verpackt und versendet. So bleibt die Zuordnung zu Produkt, Menge und Kunde nachvollziehbar.

Bedeutung im Fulfillment und Warehousing

Für Fulfillment- und Lagerdienstleister ist die Auftragsstruktur ein wichtiger Planungsfaktor. Aufträge mit vielen Positionen brauchen meist mehr Kommissionierschritte als Aufträge mit nur einem Artikel. Deshalb wirkt sich die Auftragsstruktur direkt auf Personalplanung und Bearbeitungszeit aus. Ob ein Auftrag automatisch in das System eines Partners übernommen wird, hängt außerdem je nach Partner von dessen technischer Anbindung ab.

Relevante Planungsfaktoren

Bei der Planung spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Dazu zählen das tägliche Auftragsvolumen und die Anzahl an Positionen pro Auftrag. Auch saisonale Schwankungen wirken sich aus, etwa durch Aktionen oder Feiertage. Zudem beeinflusst die gewünschte Geschwindigkeit die benötigten Kapazitäten, etwa bei Same-Day- oder Standardversand.

Worauf Sie bei der Auswahl eines Partners achten sollten

Beim Vergleich von Partnern lohnt sich ein Blick auf die technische Anbindung. Dazu zählen Schnittstellen zu Shopsystemen oder zur Warenwirtschaft. Auch die Bearbeitungszeit pro Auftrag ist relevant. Ebenso wichtig ist der Umgang mit Fehlern oder Rückfragen. Welche Systeme dabei zum Einsatz kommen, unterscheidet sich je nach Partner.

Warehousing1 unterstützt Unternehmen dabei, passende Fulfillment- und Logistikpartner zu vergleichen. Das gilt auch für die Abwicklung unterschiedlich strukturierter Aufträge, je nach Partner und System. So finden Sie einen Anbieter, der zu Ihrem Auftragsvolumen passt.