Lagergeld

Lagergeld bezeichnet die Kosten, die für die Lagerung von Waren über einen bestimmten Zeitraum entstehen. Es gehört zu den wichtigsten Bestandteilen der Lagerkosten und spielt sowohl im Warehousing als auch im Fulfillment eine zentrale Rolle. Unternehmen nutzen diese Kennzahl, um Lagerkosten zu kalkulieren, Angebote von Logistikdienstleistern zu vergleichen und ihre Lagerbestände wirtschaftlich zu steuern.

Die Höhe des Lagergelds hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die benötigte Lagerfläche, die Lagerdauer und die Art der gelagerten Waren. Je nach Lagerkonzept und Dienstleister können unterschiedliche Berechnungsmodelle zur Anwendung kommen.

Geldscheine und Münzen als Symbol für Lagerkosten und Lagergeld

Lagergeld beschreibt die Kosten, die für die Aufbewahrung von Waren während eines bestimmten Zeitraums entstehen.

Was ist Lagergeld?

Unter Lagergeld versteht man die Vergütung für die Einlagerung von Waren. Sie deckt die Bereitstellung von Lagerfläche sowie die damit verbundenen Infrastrukturkosten ab. Je nach Vertragsmodell wird Lagergeld täglich, wöchentlich oder monatlich berechnet.

Im Gegensatz zu einmaligen Leistungen wie Wareneingang oder Kommissionierung handelt es sich beim Lagergeld um laufende Kosten. Sie fallen an, solange Waren im Lager verbleiben.

Wie wird Lagergeld berechnet?

Die Berechnung richtet sich nach der vereinbarten Abrechnungseinheit. Häufig erfolgt sie auf Basis belegter Palettenstellplätze, Quadratmeter, Regalmeter oder Kubikmeter. Manche Dienstleister rechnen zusätzlich nach durchschnittlichem Lagerbestand oder tatsächlicher Flächenauslastung ab.

Welche Methode verwendet wird, hängt von den gelagerten Produkten und dem jeweiligen Lagerkonzept ab. Deshalb sollten Unternehmen die Abrechnungsgrundlage vor Vertragsabschluss genau prüfen.

Welche Faktoren beeinflussen das Lagergeld?

Die Lagerkosten werden nicht ausschließlich von der belegten Fläche bestimmt. Auch Eigenschaften der Produkte und die Anforderungen an die Lagerung können Einfluss auf das Lagergeld haben.

  • Lagerdauer
  • Benötigte Lagerfläche oder Palettenstellplätze
  • Produktgröße und Gewicht
  • Temperatur- oder Sicherheitsanforderungen
  • Durchschnittlicher Lagerbestand
  • Saisonale Schwankungen

Besondere Anforderungen wie Gefahrgutlagerung oder Kühlketten können zusätzliche Kosten verursachen. Je nach Partner unterscheiden sich die Preisstrukturen und Abrechnungsmodelle.

Praxisbeispiel

Ein Händler lagert durchschnittlich 80 Paletten in einem externen Lager. Der Logistikdienstleister berechnet das Lagergeld monatlich auf Basis der belegten Palettenstellplätze. Steigt der Lagerbestand während der Hochsaison auf 140 Paletten, erhöhen sich auch die Lagerkosten entsprechend.

Durch eine bessere Bestandsplanung oder häufigere Warenabflüsse lassen sich Lagerbestände reduzieren. Dadurch sinkt in vielen Fällen auch das zu zahlende Lagergeld.

Bedeutung für Warehousing und Fulfillment

Im Warehousing und Fulfillment zählt das Lagergeld zu den wichtigsten laufenden Kosten. Es beeinflusst die Gesamtkosten der Logistik und spielt deshalb bei der Auswahl eines Lagerstandorts oder Logistikpartners eine wichtige Rolle.

Unternehmen sollten Lagerkosten immer im Zusammenhang mit den angebotenen Leistungen betrachten. Niedrige Lagerpreise können beispielsweise durch höhere Gebühren für Wareneingang, Kommissionierung oder Zusatzleistungen ausgeglichen werden.

Vorteile einer transparenten Lagerkostenstruktur

Eine nachvollziehbare Berechnung des Lagergelds erleichtert die Kostenplanung und schafft Transparenz. Unternehmen können unterschiedliche Anbieter besser vergleichen und die Auswirkungen steigender Lagerbestände frühzeitig erkennen.

  • Bessere Kostenkontrolle
  • Vergleichbarkeit verschiedener Angebote
  • Planbare laufende Lagerkosten
  • Optimierung der Lagerbestände
  • Unterstützung bei Budgetplanung und Kalkulation

Worauf sollten Unternehmen beim Vergleich achten?

Beim Vergleich von Warehousing- oder Fulfillment-Anbietern sollten Unternehmen nicht nur die Höhe des Lagergelds betrachten. Ebenso wichtig sind die Abrechnungseinheit, Mindestmengen, mögliche Staffelpreise und enthaltene Leistungen.

Auch Zusatzkosten für Wareneingang, Kommissionierung, Retouren oder Value Added Services sollten berücksichtigt werden. Erst die Gesamtkosten ermöglichen einen aussagekräftigen Vergleich verschiedener Anbieter.

Lagergeld als Bestandteil der Logistikkosten

Lagergeld ist eine wichtige Kennzahl für die wirtschaftliche Steuerung von Lagerbeständen. Es unterstützt Unternehmen dabei, Lagerkosten transparent zu kalkulieren und geeignete Warehousing- oder Fulfillment-Lösungen auszuwählen. Je nach Partner unterscheiden sich Berechnungsmethoden und Preisstrukturen, weshalb ein detaillierter Angebotsvergleich sinnvoll ist.

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