Laufmeter und Regalmeter sind Maßeinheiten, die in der Lagerlogistik verwendet werden, um den Platzbedarf von Waren in Regalsystemen zu beschreiben. Besonders bei Fachbodenregalen, Kleinteilelagern und Fulfillment-Prozessen helfen sie dabei, Lagerkapazitäten zu planen und verschiedene Lagerlösungen miteinander zu vergleichen. Obwohl beide Begriffe häufig synonym verwendet werden, unterscheiden sie sich in ihrer Bedeutung und ihrem Einsatzbereich.
Eine korrekte Einschätzung des Regalbedarfs ist sowohl für Unternehmen mit eigenem Lager als auch für Warehousing- und Fulfillment-Dienstleister wichtig. Sie unterstützt die Planung neuer Lagerflächen, erleichtert Angebotsvergleiche und schafft Transparenz über die tatsächlich benötigte Lagerkapazität.
Was bedeuten Laufmeter und Regalmeter?
Ein Laufmeter beschreibt allgemein eine Länge von einem Meter. Im Lager kann sich diese Angabe beispielsweise auf die Länge einer Regalreihe, einer Stellfläche oder eines Lagerbereichs beziehen. Der Begriff macht jedoch keine Aussage darüber, wie diese Länge genutzt wird.
Ein Regalmeter bezeichnet dagegen einen Meter nutzbare Regalbreite innerhalb eines Regalsystems. Er dient dazu, die verfügbare oder belegte Lagerkapazität zu beschreiben und wird insbesondere bei Fachbodenregalen und Kleinteilelagern verwendet.

Laufmeter und Regalmeter dienen als Grundlage für die Planung und Bewertung von Lagerkapazitäten.
Unterschied zwischen Laufmeter und Regalmeter
Während der Laufmeter eine allgemeine Längeneinheit ist, beschreibt der Regalmeter die tatsächlich nutzbare Regalbreite innerhalb eines Lagerregals. Die Begriffe werden im Alltag häufig gleichgesetzt, ihre Bedeutung hängt jedoch vom jeweiligen Zusammenhang ab.
Für die Lagerplanung ist der Regalmeter meist aussagekräftiger, da er direkt mit der verfügbaren Lagerkapazität verbunden ist. Ein Laufmeter kann dagegen auch Verkehrswege, Stellflächen oder andere lineare Bereiche eines Lagers beschreiben.
Wie werden Regalmeter berechnet?
Die Berechnung erfolgt anhand der benötigten Regalbreite. Benötigt ein Karton beispielsweise 25 Zentimeter Breite, beanspruchen vier Kartons nebeneinander einen Regalmeter. Für größere Sortimente werden die benötigten Breiten aller Produkte addiert.
In der Praxis spielen zusätzlich Regaltiefe, Regalhöhe, mehrere Lagerebenen und Sicherheitsabstände eine Rolle. Deshalb stellt der Regalmeter häufig nur die Grundlage einer umfassenderen Lagerplanung dar.
Praxisbeispiel
Ein Onlinehändler lagert 60 verschiedene Artikel in Fachbodenregalen. Jede SKU benötigt durchschnittlich einen Meter Regalbreite auf einer Ebene. Für die Erstplanung werden daher rund 60 Regalmeter kalkuliert.
Werden mehrere Regalböden genutzt oder Kartons hintereinander gelagert, kann die tatsächlich benötigte Grundfläche deutlich geringer ausfallen. Umgekehrt erhöhen Sicherheitsabstände oder sperrige Verpackungen den Platzbedarf.
Typische Einsatzbereiche
Regalmeter werden vor allem bei Waren eingesetzt, die in Fachbodenregalen oder Kleinteileregalen gelagert werden. Dazu gehören beispielsweise Ersatzteile, Elektronik, Kosmetik, Bekleidung oder Zubehör im E-Commerce.
- Fachbodenregale
- Kleinteilelager
- E-Commerce-Fulfillment
- Ersatzteillager
- Archiv- und Dokumentenlager
- Lagerplanung neuer Standorte
Für palettierte Ware werden dagegen meist Palettenstellplätze verwendet. Bei Bodenlagerung oder Hallenflächen erfolgt die Planung häufig auf Basis von Quadratmetern.
Welche Faktoren beeinflussen den Platzbedarf?
Der tatsächliche Lagerbedarf hängt nicht ausschließlich von der Regalbreite ab. Auch die Produktabmessungen, Verpackungsgrößen, Stapelbarkeit und Anzahl der Lagerplätze pro Artikel beeinflussen den Flächenbedarf.
- Breite, Höhe und Tiefe der Produkte
- Anzahl der SKUs
- Bestandsmenge je SKU
- Regalhöhe und Regaltiefe
- Mehrere Lagerebenen
- Zugriffshäufigkeit der Artikel
- Stapelbarkeit und Sicherheitsabstände
Eine detaillierte Planung berücksichtigt alle diese Faktoren, um Lagerkapazitäten möglichst effizient auszunutzen und spätere Engpässe zu vermeiden.
Vorteile und Grenzen
Regalmeter bieten eine einfache Möglichkeit, Lagerflächen zu planen und verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen. Besonders bei gleichartigen Regalsystemen lassen sich Kapazitäten dadurch gut einschätzen.
Die Kennzahl allein reicht jedoch nicht aus, um unterschiedliche Lagerkonzepte vollständig zu bewerten. Unterschiede bei Regalhöhe, Regaltiefe oder Lagertechnik können dazu führen, dass identische Regalmeter sehr unterschiedliche Lagerkapazitäten bieten.
Worauf sollten Unternehmen beim Vergleich achten?
Wer Lagerangebote miteinander vergleicht, sollte nicht nur die Anzahl der Regalmeter betrachten. Ebenso wichtig sind die verwendeten Regalsysteme, die nutzbare Höhe, die Lagertechnik sowie die Möglichkeiten zur späteren Erweiterung.
Auch Lagerprozesse wie Kommissionierung, Nachschub oder Wareneingang beeinflussen den tatsächlichen Platzbedarf. Je nach Partner können unterschiedliche Lagerkonzepte und Berechnungsgrundlagen verwendet werden.
Bedeutung für Warehousing und Fulfillment
Laufmeter und Regalmeter gehören zu den wichtigsten Kennzahlen bei der Planung moderner Lager. Sie helfen Unternehmen dabei, Lagerkapazitäten realistisch einzuschätzen, Flächen effizient zu nutzen und Angebote verschiedener Warehousing- oder Fulfillment-Anbieter besser zu vergleichen.
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Sie möchten Ihren Lagerbedarf besser einschätzen?
Warehousing1 unterstützt Sie dabei, passende Lager- und Fulfillment-Partner für Ihre Anforderungen zu vergleichen. Dabei helfen konkrete Angaben zu Regalmetern, Palettenplätzen, Lagerfläche, SKU-Anzahl und Versandvolumen.