FTL steht für Full Truckload. Im Deutschen wird der Begriff auch als Komplettladung im Lkw-Verkehr bezeichnet. Dabei wird ein Lkw oder Container ausschließlich mit der Ware eines einzigen Auftraggebers beladen. Die Ladefläche wird also nicht mit Sendungen anderer Kunden geteilt.
Abgrenzung zu LTL und Teilladung
Das Gegenstück zu FTL ist LTL, also Less than Truckload. Dabei transportieren mehrere Versender ihre kleineren Sendungen gemeinsam auf einem Lkw. Bei einer Teilladung fährt der Lkw zudem meist mehrere Zwischenstopps an, um die Fracht an verschiedene Empfänger zu verteilen. Eine Komplettladung dagegen fährt in der Regel direkt vom Abhol- zum Zielort. Welche Variante wirtschaftlicher ist, hängt deshalb vor allem vom Sendungsvolumen und der gewünschten Transportgeschwindigkeit ab.
Wie funktioniert eine Komplettladung?
Bei FTL bucht ein Unternehmen die gesamte Ladefläche eines Lkw. Das gilt unabhängig davon, ob die Fläche vollständig ausgenutzt wird. Der Lkw fährt außerdem in der Regel ohne Zwischenstopps direkt von der Verladestelle zum Zielort. Dadurch sinken Transportzeit und Handlingsaufwand. Zusätzliche Be- und Entladevorgänge für fremde Sendungen entfallen ebenfalls. Route und Zeitplan werden dadurch besser planbar.
Bei einer Full Truckload (FTL) wird die gesamte Ladefläche des Lkw für eine einzige Sendung genutzt.
Praktisches Beispiel
Ein Hersteller versendet beispielsweise so viele Paletten, dass sie einen kompletten Lkw füllen. Dann lohnt sich meist eine Full Truckload anstelle mehrerer kleinerer Teilsendungen. Der Transport erfolgt direkt zum Zielort, etwa einem Verteilzentrum oder Lager. Unterwegs wird dabei keine Fracht für andere Empfänger umgeladen. Die Ankunftszeit lässt sich deshalb meist genauer vorhersagen als bei gemischten Ladungen.
Einsatz in Fulfillment und Warehousing
Im Fulfillment kommt FTL vor allem beim Transport großer Warenmengen zum Einsatz. Typische Beispiele sind die Belieferung von Lagern, die Verteilung zwischen mehreren Standorten oder der Wareneingang großer Bestellmengen von Herstellern. Für Online-Händler wird die Transportform relevant, sobald das Versandvolumen groß genug für eine eigene Ladung ist. Ob und in welchem Umfang ein Lager- oder Fulfillmentpartner FTL-Transporte anbietet, hängt außerdem je nach Partner von dessen Netzwerk und Speditionsanbindung ab.
Vorteile und Grenzen von FTL
Eine Komplettladung bietet vor allem dann Vorteile, wenn ausreichend Sendungsvolumen vorhanden ist:
- Kürzere Transportzeiten durch den Verzicht auf Zwischenstopps
- Geringeres Risiko von Beschädigungen, da die Ware nicht mehrfach umgeladen wird
- Bessere Planbarkeit von Abhol- und Lieferzeitpunkten
- Weniger Berührungspunkte mit fremden Sendungen – relevant bei sensiblen oder hochwertigen Waren
Diesen Vorteilen stehen jedoch Grenzen gegenüber. Wird die Ladefläche nicht vollständig ausgenutzt, ist FTL im Vergleich zu LTL oder Teilladungen häufig weniger kosteneffizient. Für kleinere Sendungsmengen eignet sich deshalb oft eine gebündelte Transportlösung besser.
Worauf Sie bei der Auswahl eines Partners achten sollten
Beim Vergleich von Logistik- und Fulfillmentpartnern lohnt sich ein Blick auf die Integration von FTL-Transporten in bestehende Prozesse. Dazu zählen etwa Lieferzeitfenster, Mindestmengen oder die Anbindung an das eigene Warenwirtschaftssystem. Für viele Unternehmen ist außerdem relevant, ob ein Partner FTL- und LTL-Sendungen kombinieren oder flexibel wechseln kann. Welche Konditionen und Kapazitäten dabei im Detail zur Verfügung stehen, unterscheidet sich je nach Partner.
Warehousing1 unterstützt Unternehmen dabei, passende Fulfillment- und Logistikpartner zu vergleichen. Das gilt von Full Truckload bis zu kombinierten Transportlösungen, je nach Partner und Sendungsvolumen. So finden Sie einen Anbieter, der zu Ihrem Transportaufkommen passt.