Eine Rollpalette ist ein Transporthilfsmittel mit Rollen an der Unterseite, das sich ohne zusätzliches Flurförderzeug bewegen lässt. Anders als eine klassische Europalette dient sie oft selbst als fahrbares Transportmittel im Betrieb. Häufig kommt sie in der internen Logistik oder der Produktionsversorgung zum Einsatz. Je nach Bauart trägt sie Gitterwände, Bügel oder eine offene Ladefläche.
Abgrenzung von Rollpalette zu ähnlichen Transporthilfsmitteln
Rollpalette und Rollcontainer werden im Sprachgebrauch häufig verwechselt, obwohl sie sich konstruktiv unterscheiden. Ein Rollcontainer besitzt meist ein festes Gitter- oder Käfigsystem, während sie selbst oft offener und flexibler aufgebaut ist. Ebenso unterscheidet sie sich von der Europalette, die keine eigenen Rollen besitzt und stattdessen einen Gabelstapler oder Hubwagen benötigt. Trotzdem übernehmen beide Hilfsmittel eine ähnliche Funktion beim innerbetrieblichen Transport.
Wie eine Rollpalette aufgebaut ist und funktioniert
Der Aufbau besteht meist aus einer stabilen Grundplatte, an der mehrere Rollen befestigt sind. Manche Rollen lassen sich feststellen, damit die Ladung während des Be- und Entladens nicht wegrollt. Je nach Modell ergänzen Gitterwände oder Bügel die Grundfläche, um die Ware zusätzlich zu sichern. Dadurch eignet sich das Hilfsmittel sowohl für Kartons als auch für unverpackte Ware.
Praktisches Beispiel für den Einsatz dieses Hilfsmittels
In der Produktion transportiert ein Mitarbeiter beispielsweise Bauteile direkt vom Lager an die Fertigungslinie. Im Einzelhandel nutzt das Personal ein solches Transporthilfsmittel häufig, um Ware aus dem Lager ins Verkaufsregal zu bringen. Dabei entfällt der Umweg über einen Hubwagen oder Gabelstapler. So lässt sich die Ware direkt und ohne Umladen an ihren Zielort bewegen.
Einsatz von Rollpalette in Lager und Produktion
Rollpalette kommt vor allem dort zum Einsatz, wo Ware häufig kurze Strecken innerhalb eines Betriebs zurücklegt. Im Lager erleichtert sie das Umsetzen von Ware zwischen Kommissionierbereich und Versand. In der Produktion sorgt sie zudem für eine kontinuierliche Materialversorgung der Fertigungslinien. Besonders bei wiederkehrenden internen Transportwegen zahlt sich der Einsatz aus.
Planungsfaktoren bei diesem Transporthilfsmittel
Bei der Auswahl sollten Unternehmen zunächst die maximale Tragfähigkeit berücksichtigen. Ebenso wichtig ist die Wahl geeigneter Rollen, da harte oder weiche Laufflächen je nach Bodenbelag unterschiedlich gut geeignet sind. Zudem spielt die Größe eine Rolle, damit das Hilfsmittel zu den vorhandenen Gängen und Türen passt. Nicht zuletzt lohnt sich ein Blick auf die Kompatibilität mit vorhandenen Regalen oder Fördersystemen.
Vorteile und Grenzen der Rollpalette
Eine Rollpalette bietet vor allem Flexibilität, da sie sich ohne zusätzliches Gerät bewegen lässt. Zudem beschleunigt sie kurze innerbetriebliche Transportwege deutlich. Allerdings lässt sie sich meist schlechter stapeln als eine klassische Europalette. Außerdem ist ihr Format weniger standardisiert, wodurch die Kompatibilität mit Regalen oder Lkw-Beladung eingeschränkt sein kann.
Rollpalette als Kriterium bei der Partnerwahl
Beim Vergleich von Lager- und Fulfillment-Partnern lohnt sich ein Blick darauf, welche Transporthilfsmittel ein Anbieter intern einsetzt. Wichtig ist außerdem, wie gut diese zu den vorhandenen Prozessen passen. Welche Ausstattung dafür konkret zur Verfügung steht, unterscheidet sich je nach Partner.
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