Rollcontainer: Definition und Bedeutung in der Lagerhaltung

A Rollcontainer ist ein Ladungsträger mit Rollen. Er kommt vor allem in der Kommissionierung zum Einsatz, um Waren innerhalb eines Lagers zu bewegen. Anders als bei einer Palette benötigen Sie dafür kein zusätzliches Fördermittel wie einen Stapler. Zudem ist dieser Ladungsträger nicht genormt, weshalb sich Größe und Bauform je nach Hersteller unterscheiden.

Aufbau und Merkmale eines Rollcontainers

Er besteht meist aus einem Metallgestell mit vier Rollen, von denen zwei lenkbar sind. Seitlich sorgen Gitter oder Bügel dafür, dass die Ware nicht herunterfällt. Manche Modelle verfügen zusätzlich über mehrere Ebenen oder herausnehmbare Böden. Da es keine einheitliche Norm gibt, variieren Maße und Tragkraft zwischen den Anbietern.

Mehrere Rollcontainer mit Ware, im Hintergrund ein Lkw

Rollcontainer werden zum Transport von Waren innerhalb des Lagers und zur Verladung eingesetzt.

Rollcontainer im Vergleich zu anderen Ladungsträgern

Im Gegensatz zur Palette lässt er sich ohne Stapler oder Hubwagen bewegen. Eine Gitterbox dagegen ist zwar stapelbar, aber meist nicht ohne zusätzliches Gestell fahrbar. Dadurch eignet er sich besonders für kurze Strecken innerhalb des Lagers. Für den Transport über weitere Distanzen oder per Lkw wird er trotzdem oft zusätzlich gesichert oder auf Paletten verladen.

Einsatz des Rollcontainers in der Kommissionierung

Bei der Kommissionierung schiebt ein Mitarbeiter den Container direkt durch die Gänge des Lagers. Die georderten Artikel werden unterwegs eingesammelt und sofort hineingelegt. So entfällt ein zusätzlicher Umladeschritt zwischen Kommissionierung und Transport. Anschließend bringt der Mitarbeiter ihn selbst zum Pack- oder Versandbereich.

Praktisches Beispiel für den Einsatz von Rollcontainern

Ein Kommissionierer sammelt mehrere Bestellungen gleichzeitig in einem Rollcontainer mit unterteilten Fächern. Jedes Fach steht dabei für einen eigenen Auftrag. Nach der Tour bringt er ihn direkt zur Packstation. Dort werden die einzelnen Aufträge getrennt weiterverarbeitet.

Planungsfaktoren beim Einsatz von Rollcontainern

Beim Einsatz spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Dazu zählen die Breite der Lagergänge sowie die maximale Traglast der eingesetzten Container. Auch der Bodenzustand ist wichtig, da unebene Flächen das Schieben erschweren. Zudem sollte die verfügbare Anzahl zum Kommissionieraufkommen passen.

Vorteile und Grenzen von Rollcontainern

Sie bieten vor allem auf kurzen Strecken klare Vorteile:

  • Einsatz ohne zusätzliches Fördermittel möglich
  • Gute Manövrierfähigkeit auch in engen Gängen
  • Flexible Nutzung durch optionale Ebenen oder Fächer
  • Direkter Transport vom Kommissionieren bis zur Packstation

Diesen Vorteilen stehen jedoch Grenzen gegenüber. Da Rollcontainer nicht genormt sind, passen nicht alle Modelle zu jedem Lagerlayout oder Fahrzeug. Außerdem ist die Tragkraft im Vergleich zur Palette meist geringer. Bei langen Strecken oder starker Belastung wird deshalb häufig zusätzlich ein Stapler eingesetzt.

Rollcontainer als Kriterium bei der Partnerwahl

Beim Vergleich von Lager- und Fulfillmentpartnern lohnt sich ein Blick auf die eingesetzten Rollcontainer-Typen. Wichtig ist außerdem, ob diese zu den eigenen Verpackungen und Ladungsträgern passen. Auch der Wartungszustand der Rollen wirkt sich auf die tägliche Effizienz aus. Welche Typen und Standards dabei zum Einsatz kommen, unterscheidet sich je nach Partner.

Warehousing1 unterstützt Unternehmen dabei, passende Fulfillment- und Logistikpartner zu vergleichen. Das gilt auch für die eingesetzten Rollcontainer und weitere Ladungsträger, je nach Partner und Lagerausstattung. So finden Sie einen Anbieter, der zu Ihren Anforderungen passt.